Naturnahe Begrünung populistisch? – CDU lehnt prinzipell alle BG-Anträge ab

In einer Pressemitteilung hat die CDU-Fraktion den Antrag der BÜRGER FÜR GELNHAUSEN (BG), die öffentlichen Grünflächen im neuen Baugebiet „Mittlauer Weg“ in Meerholz naturnah zu bepflanzen und damit die Programme „Hessen blüht“ und „Der Main-Kinzig-Kreis blüht“ zu nutzen und umzusetzen, als überflüssig und populistisch bezeichnet.

Mit dieser Begründung lehnt die CDU schon während der gesamten Legislaturperiode alle BG-Anträge prinzipiell ab. Dies hat bei der letzten Sitzung der Stadtparlaments sogar dazu geführt, dass die CDU-Fraktion die Umsetzung des Programms „Hessen blüht“ der eigenen schwarz-grünen Landesregierung abgelehnt hat, nur weil es die BG beantragt hat.

Begründet wird die Überflüssigkeit des Antrages, dass im Bebauungsplan schon Festlegungen zur Begrünung enthalten seien, die aus der Feder der Mehrheitsfraktionen SPD und BG stammen würden und deshalb nicht durch einen BG-Antrag ergänzt werden müssten.

Die wissentlich falsche Darstellung, dass Pläne oder Verwaltungsvorlagen von den Mehrheitsfraktionen SPD und BG erstellt würden, wird immer wieder vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Degenhardt vorgebracht.

Dies ist nach Ansicht der BG eine Beleidigung der Planer und der Fachabteilungen in der Verwaltung sowie der Intelligenz der Bürgerinnen und Bürger.

Richtig ist, dass im B-Plan „Mittlauer Weg“, wie in jedem B-Plan, Festlegungen bezüglich Begrünung enthalten sind. Dabei handelt es sich aber um die üblichen Festlegungen, die in jedem Baugebiet annähernd gleich sind. Diese Festlegungen sind den Bauherrn meist nicht bekannt. Die Folge sind oft wenig naturnahe Gärten.

Die BG glauben aber, dass man in einem 10,4 ha großen Baugebiet zur Förderung der Biodiversität Art und Umfang der Bepflanzung verbessern sollte. Das gemeinsame Ziel sollte sein, die botanische Vielfalt in Gärten und öffentlichen Anlagen zu fördern und die Aktionen „Hessen blüht“ und „Der Main-Kinzig-Kreis blüht“ in Gelnhausen umzusetzen.

Anlaß und Ausgangspunkt des BG-Antrages war die Auftaktveranstaltung des Main-Kinzig-Kreises am 17.6.2015 im Main-Kinzig-Forum, bei der die Aktion „Der Main-Kinzig-Kreis blüht“ von der unteren Naturschutzbehörde (UNB) gestartet wurde.

Leider war nur die BG-Fraktion bei dieser Veranstaltung vertreten, die anderen Parteien des Gelnhäuser Stadtparlaments glänzten durch Abwesenheit.

Der Main-Kinzig-Kreis will mit der Aktion „Der Main-Kinzig-Kreis blüht“ eine Förderung der Biodiversität erreichen und setzt damit das Programm der schwarz-grünen Landesregierung „Hessen blüht“ im Main-Kinzig-Kreis um.

Ein wichtiges Ziel dieser beiden Initiativen ist es, Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Blütenbesucher bei ihrer Nahrungssuche zu unterstützen und die botanische Vielfalt in Gärten und öffentlichen Anlagen zu fördern. Denn im öffentlichen und privaten Raum nimmt die Artenvielfalt dieser nützlichen Insekten immer weiter ab. 

Wichtig für blütenbesuchende Insekten ist ein breites Angebot unterschiedlicher Sträucher und Bäume, die lange blühen. Die BG haben daher beantragt, die öffentlichen Grünflächen entsprechend zu gestalten und damit neben der Förderung der Biodiversität auch den Bauherrn beispielhaft zu zeigen, wie sie ihre Gärten naturnah gestalten können, um eine botanische Vielfalt in Gärten zu erreichen.

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