Flutmulde Nord: Der Schutzraum wächst

Du betrachtest gerade Flutmulde Nord: Der Schutzraum wächst

Bürger für Gelnhausen informieren sich bei der Bahn über Hochwasserschutz und Klimaanpassung

Gelnhausen (re). Südlich des Gelnhäuser Tierheims entsteht auf 31.000 Quadratmetern ein neuer Hochwasserrückhalteraum mit 36.000 Kubikmetern Fassungsvermögen. Die Wählergemeinschaft Bürger für Gelnhausen hat sich vor Ort über das Großprojekt der Deutschen Bahn informiert.

Bei einem Vor-Ort-Termin hat sich die Wählergemeinschaft Bürger für Gelnhausen (BG) von der Deutschen Bahn über den Bau der neuen Flutmulde im Westen der Stadt informieren lassen. Das Großprojekt entsteht südlich des Tierheims bis zur Westspange und dient als Ausgleichsmaßnahme im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke Hanau-Gelnhausen, erinnert die Wählergemeinschaft in einer Pressemitteilung.

Flutmulde Nord: Fassungsvermögen von 36.000 Kubikmetern

Auf einer Fläche von rund 31.000 Quadratmetern wird ein Hochwasserrückhalteraum mit einem Fassungsvermögen von etwa 36.000 Kubikmetern geschaffen. Die Flutmulde wird direkt an die Kinzig angeschlossen und soll künftig große Wassermengen aufnehmen, um das westliche Stadtgebiet bei Starkregenereignissen vor Überschwemmungen zu schützen, heißt es in der Mitteilung. Aufgrund des aktuellen Hochwassers war die Schutzfunktion der Anlage bereits deutlich zu erkennen, eilen die Bürger für Gelnhausen mit. Die Mitarbeiter der Bahn berichteten, dass die Flutmulde größtenteils fertiggestellt sei, während im Bereich einer Bahnbrücke noch abschließende Arbeiten erfolgen müssten, heißt es in der Mitteilung. Zwar sei die Mulde bereits vollständig ausgehoben, die Engstelle im Bereich der rund 120 Jahre alten Bahnbrücke in Richtung Gießen sei jedoch noch nicht fertiggestellt worden. Die Arbeiten sollen voraussichtlich nach Ostern abgeschlossen sein. Dann ist die Flutmulde vollständig funktionsfähig, informieren die Bürger für Gelnhausen. Bis die Flutmulde vollständig funktionsfähig sei, erfolgten ökologische Begleitarbeiten: Fische, die infolge der Überschwemmungen in verbliebenen Tümpeln zurückbleiben und nicht eigenständig in die Kinzig zurückgelangen können, werden per Hand umgesetzt.

Röder: Wichtiger Baustein für Sicherheit des westlichen Stadtgebiets

BG-Fraktionsvorsitzender Mario Röder begrüßt das Vorhaben ausdrücklich und dankt der Deutschen Bahn in der Mitteilung „für diese vorbildliche Ausgleichsmaßnahme“. Der Besuch habe gezeigt, wie wichtig vorausschauender Hochwasserschutz und technische Sorgfalt bei Infrastrukturprojekten seien. Die BG stehen konsequent für Klimaanpassungsmaßnahmen, für mehr Resilienz bei Starkregenereignissen und für die strategische Weiterentwicklung Gelnhausens hin zu einer „Schwammstadt“, die Wasser speichert, statt es unkontrolliert abzuführen, heißt es in der Mitteilung. Hochwasserschutz, Stadtentwicklung und Naturschutz müssten dabei gemeinsam gedacht werden. Die Flutmulde sei ein wichtiger Baustein für die Sicherheit des westlichen Stadtgebiets und ein Beispiel dafür, wie Vorsorge konkret umgesetzt werden kann.