Klaus Volz (links) und der Meerholzer Ortsvorsteher Jochen Zahn (beide Bürger für Gelnhausen) betrachten den abgesperrten Fundort.
Bei Sondierungsarbeiten im Zug des Bahnausbaus in Gelnhausen ist am Mittwoch (14. Januar) eine Bombe in Meerholz entdeckt worden. Wann der mutmaßliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft wird, steht erst am Freitag fest. Laut aktuellen Informationen aus dem Rathaus besteht für die Bevölkerung keine Gefahr.
Gelnhausen. Ein mutmaßlicher Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sorgt seit Mittwoch für reges Treiben im Gelnhäuser Stadtteil Meerholz. Stadt, Feuerwehr, Polizei und Kampfmittelräumdienst haben den Fundort im Bereich des Anglerheims noch am selben Tag gesichert.
Wie Bürgermeister Christian Litzinger (CDU) auf GNZ-Nachfrage informiert, klärt der Kampfmittelräumdienst aktuell, um was für eine Bombe es sich genau handelt und wie schwer sie ist. „Unser Ordnungsamt steht in ständigem Austausch mit Feuerwehr, Polizei und den weiteren zuständigen Behörden.“
Am Donnerstagnachmittag ist der städtische Krisenstab zu einer Sitzung zusammengekommen. Informationen zur Entschärfung und möglichen Auswirkungen auf Verkehr und Wohngebiet konnte der Rathauschef allerdings noch nicht nennen. „Wir können uns noch nicht zum Ausmaß der Arbeiten und dem Ablauf der Entschärfung äußern, da der Kampfmittelräumdienst den Blindgänger erst genauer in Augenschein nehmen muss.“
Am Freitag (16. Januar) will das Rathaus dann mit konkreten Informationen an die Öffentlichkeit gehen. „Die Stelle wurde fachgerecht gesichert“, sagt Litzinger. „Wir haben seitens der Stadt alles Erforderliche getan.“
Zuvor will die Stadt am Freitagmorgen mit den Experten des Kampfmittelräumdienstes die nötigen Schritte vor Ort besprechen.
Die Bombe soll mehrere Meter tief in der Erde liegen. Ein mögliches Problem für den Räumdienst: Wie Stadt und Polizei gleichermaßen informieren, könnten das feuchte Wetter und das hohe Grundwasser die Arbeiten erschweren.
Klaus Volz, Vorsitzender des Meerholzer Angelvereins, verfolgt die Arbeiten genau. „Die Sondierungsarbeiten laufen schon seit Wochen“, berichtet er. „Unweit von hier befand sich im Weltkrieg ein Schützengraben. Deshalb wird hier genau nach möglichen Kampfmitteln gesucht.“ Und auch für die Bombe hat er eine mögliche Erklärung: „Sie sollte vermutlich einen Militärflugplatz in Rothenbergen treffen.“
Ortsvorsteher Jochen Zahn (Bürger für Gelnhausen) hofft jetzt auf eine schnelle Entschärfung der Bombe, die nicht zu einer langen Verzögerung der Bahnarbeiten führt. Und: „Ich finde es beruhigend, wie akribisch der Kampfmittelräumdienst den Baustellenbereich seit Wochen absucht, damit keine Gefahren für die Bevölkerung entstehen.“
In einer am Donnerstagabend versendeten Pressemitteilung versichert Bürgermeister Litzinger: „Wir werden die Bevölkerung selbstverständlich mit allen nötigen Fakten versorgen, sobald diese bekannt sind“.
Zeitnah werde ein Bürgertelefon eingerichtet. Litzinger bittet die Bürger, sich auch über die entsprechenden Mitteilungskanäle der Stadt Gelnhausen, Feuerwehr Gelnhausen (Instagram ff_gn_west) und über die regionalen Medien zu informieren.
GNZ