Mittwoch, 05.08.2026 Pressemitteilung
Die Wählergemeinschaft Bürger für Gelnhausen (BG) wird in der kommenden Stadtverordnetenversammlung einen Antrag einbringen, mit dem die Stadtverwaltung zu einem koordinierten Vorgehen gegen die Ameisen-Superkolonie im Stadtteil Meerholz verpflichtet werden soll.
Ziel des Antrags ist es, das Ausmaß des Befalls fachlich erfassen zu lassen, gemeinsam mit Fachbehörden und Experten ein wirksames Bekämpfungskonzept zu entwickeln, die Bevölkerung umfassend zu informieren und betroffene Grundstückseigentümer aktiv zu unterstützen. Zudem soll der Bau- und Umweltschutzausschuss regelmäßig über den Stand der Maßnahmen informiert werden.
„Die Bürgerinnen und Bürger in Meerholz dürfen mit diesem Problem nicht allein gelassen werden“, erklärt Ortsvorsteher Jochen Zahn. „Viele Anwohner machen sich große Sorgen, weil sich die Ameisen ungehindert ausbreiten. Hier ist jetzt entschlossenes Handeln der Stadt gefragt. Wir haben bereits in der Ortsbeiratssitzung am 25. Juni einen entsprechenden Beschluss gefasst. Der Schwerpunkt lag auf dem Wort “frühestmöglich”. Der Beschlusstext ging der Verwaltung nach wenigen Tagen zu. Bis heute ist nichts geschehen.“
Nach Auffassung der BG ist eine wirksame Bekämpfung nur möglich, wenn sie zentral koordiniert wird. Einzelmaßnahmen auf privaten Grundstücken reichen nach den bisherigen Erkenntnissen nicht aus. „Diese Superkolonie kennt keine Grundstücksgrenzen“, betont Jochen Zahn. „Wenn jeder nur auf seinem eigenen Grundstück versucht, das Problem zu lösen, wird sich die Kolonie weiter ausbreiten. Deshalb braucht es eine gemeinsame Strategie unter Federführung der Stadt.“
Die BG verweist darauf, dass bei einer gemeinsamen Ortsbegehung deutlich geworden sei, dass es sich nicht um einzelne Ameisennester, sondern um ein großflächiges Vorkommen handelt. Andere Städte hätten bereits Erfahrungen mit vergleichbaren Ameisenvorkommen gesammelt und zeigten, dass frühzeitiges und koordiniertes Handeln entscheidend sei.
„Unser Antrag soll dafür sorgen, dass nicht erst gehandelt wird, wenn noch größere Schäden entstanden, sind“, sagt Jochen Zahn. „Die Stadt muss jetzt endlich die Initiative übernehmen, Fachwissen bündeln und den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern konkrete Hilfe anbieten.“ Für die BG steht dabei vor allem die Unterstützung der Menschen in Meerholz im Mittelpunkt.
„Die Anwohner erwarten zu Recht, dass die Stadt Verantwortung übernimmt“, so Zahn weiter. „Wir wollen erreichen, dass die Betroffenen fachlich beraten werden, Informationen erhalten und bei der Bekämpfung nicht auf sich allein gestellt sind. Genau dafür setzen wir uns mit diesem Antrag ein.“
Die BG appelliert daher an alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, den Antrag zu unterstützen. Nur durch ein gemeinsames und frühzeitiges Vorgehen könne verhindert werden, dass sich die Ameisen-Superkolonie weiter ausbreitet und zusätzliche Schäden an privater und öffentlicher Infrastruktur entstehen.
